Betriebsratswahl 2022: Zusammenfassung für Arbeitgeber

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Im Zeitraum vom 01. März bis zum 31. Mai 2022 werden wieder die neuen Arbeitnehmervertreter, also der Betriebsrat, gewählt. Welche Rechte und Pflichten der Arbeitgeber hierbei hat erfährst Du in der folgenden Zusammenfassung zur Betriebsratswahl 2022 für Arbeitgeber.

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Zeitpunkt der Betriebsratswahlen

Gemäß dem Betriebsverfassungsgesetz kann in Betrieben ab fünf Arbeitnehmern ein Betriebsrat gewählt werden. Voraussetzung hierbei ist, dass mindestens drei Arbeitnehmer wählbar sind und die aktuelle Amtszeit des (alten) Betriebsrates zu Beginn, des für die regelmäßigen Betriebsratswahlen festgelegten Zeitraums, mindestens ein Jahr Bestand hat. Die nächsten regelmäßigen Betriebsratswahlen finden im Zeitraum vom 1. März bis 31. Mai 2022 statt.

Zahl der Betriebsratsmitglieder

Die Größe des Betriebsrates berechnet sich nach § 9 BetrVG nach der Anzahl der in der Regel (wahlberechtigten) Arbeitnehmer im Betrieb.

(Wahlberechtigte) ArbeitnehmerMitglieder im Betriebsrat
5 bis 201
21 bis 503
51 bis 1005
101 bis 2007
201 bis 4009

Wer darf bei der Betriebsratswahl 2022 wählen?

Nach § 7 BetrVG sind alle Arbeitnehmer des Betriebs, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, wahlberechtigt. Werden Arbeitnehmer zur Arbeitsleistung überlassen (z.B. Leiharbeitnehmer*innen), so sind diese wahlberechtigt, wenn sie länger als drei Monate im Betrieb eingesetzt werden.

Wer kann bei der Betriebsratswahl 2022 gewählt werden?

Grundsätzlich sind nach § 8 BetrVG alle wahlberechtigten Arbeitnehmer, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und mindestens sechs Monate dem Betrieb angehören, wählbar.

Die Wählerlisten bei der Betriebsratswahl

Die Wählerliste ist eine Aufstellung aller wahlberechtigten Arbeitnehmer*innen und wird in Vorbereitung zur Betriebsratswahl vom Wahlvorstand erstellt. Der Arbeitgeber hat dabei nach Aufforderung dem Wahlvorstand alle notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Das vereinfachte oder normale Wahlverfahren

Abhängig von der Anzahl der Wahlberechtigten kann das vereinfachte oder normale Wahlverfahren zur Anwendung kommen. Bei der Betriebsratswahl 2022 gilt folgender Grundsatz:

  • Sind in dem Betrieb in der Regel fünf bis 100 wahlberechtigte Arbeitnehmer beschäftigt, muss nach § 14a Abs. 1 BetrVG das vereinfachte Wahlverfahren angewendet werden.
  • Sind hingegen in dem Betrieb mehr als 100 wahlberechtigte Arbeitnehmer beschäftigt, findet grundsätzlich das normale Wahlverfahren statt.
  • Ausnahme: In Betrieben mit in der Regel 101 bis 200 wahlberechtigten Arbeitnehmern können Arbeitgeber und Wahlvorstand von dem Grundsatz abweichen und die Durchführung des vereinfachten Wahlverfahrens vereinbaren (§ 14a Abs. 5 BetrVG).

Unterschiede im Wahlverfahren

Zu den größten Unterschieden im Wahlverfahren gehört vor allem der zeitliche Ablauf der Wahl sowie das Wahlsystem an sich.

Das vereinfachte Wahlverfahren kann bereits innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein. Spätestens vier Wochen vor dem Ende der Amtszeit muss der Wahlvorstand bestellt werden. Nachdem das Wahlausschreiben unverzüglich erlassen wird, müssen die Wahlvorschläge spätestens eine Woche vor dem Tag der Stimmabgabe beim Wahlvorstand eingereicht werden.

Das normale Wahlverfahren dauert mindestens sechs Wochen und setzt voraus, dass der Wahlvorstand spätestens zehn Wochen vor dem Ende der aktuellen Amtszeit bestellt worden ist. Des Weiteren muss das Wahlausschreiben mindestens sechs Wochen vor dem ersten Tag der Stimmabgabe bekannt gemacht werden. Wahlvorschläge müssen bis spätestens zwei Wochen nach dem Erlass des Wahlausschreibens eingereicht werden.

Im vereinfachten Wahlverfahren findet zwingend eine Personenwahl (Mehrheitswahl) statt. Bei diesem Wahlsystem werden die Stimmen direkt für die einzelnen Wahlbewerber*innen abgegeben. Jeder wahlberechtigte Arbeitnehmer hat nach der Anzahl der Sitze im Betriebsrat mehrere Stimmen.

Im normalen Wahlverfahren muss grundsätzlich eine Listenwahl (Verhältniswahl) durchgeführt werden. Hierbei hat jeder wahlberechtigte Arbeitnehmer eine Stimme, mit welcher er eine Vorschlagsliste wählen kann.

(Bitte beachte, dass es sich hierbei nur um eine grobe Zusammenfassung zur Betriebsratswahl 2022 für Arbeitgeber handelt. Vollständige Arbeitshilfen zu den einzelnen Wahlverfahren findest Du folgend: Betriebsratswahl 2022*)

Ablauf der Betriebsratswahl 2022

Der Grundsätzliche Ablauf der Betriebsratswahl 2022 lässt sich in folgende Abschnitte zusammenfassen:

  1. Wahlvorstand wird bestellt
    • Erste Sitzung des Wahlvorstandes
    • Wählerliste wird erstellt
    • Wahlausschreiben wird erstellt
  2. Wahl wird eingeleitet
    • Wahlausschreiben wird erlassen
    • Einreichung der Wahlvorschläge
    • Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste
  3. Wahltag
    • Auszählung und Bekanntgabe des Wahlergebnisses
    • Benachrichtigung der Gewählten
  4. Konstituierende Sitzung
    • Ende der Amtszeit des bisherigen Betriebsrats
    • Bekanntmachung

Die Stützunterschriften bei Wahlvorschlägen

Bei der Betriebsratswahl werden ausschließlich die Kanidaten*innen zugelassen, die durch eine gewissen Anzahl von Mitarbeitern*innen unterstützt werden. Hierfür sind sogenannte „Stützunterschriften“ auf dem Wahlvorschlag erforderlich. Jeder Wahlvorschlag muss (nach § 14 Abs. 4 BetrVG) die folgende Anzahl an Stützunterschriften haben:

Anzahl wahlberechtigte ArbeitnehmerMindestanzahl Stützunterschriften
bis zu 20keine Stützunterschriften
21 bis 1002 Wahlberechtigte
101 bis 1000mind. 5% der Wahlberechtigten
ab 100150 Wahlberechtigte

Kündigungsschutz bei der Betriebsratswahl

Arbeitnehmer, welche sich im Zusammenhang mit der Betriebsratswahl aktiv beteiligen, haben einen besonderen Kündigungsschutz. Im Detail lassen sich folgende Gruppen bilden:

  • Arbeitnehmer, die zu einer Betriebs- oder Wahlversammlung einladen oder Wahl-Vorbereitungshandlungen vornehmen, sind bis zur Bekanntgabe der Wahlergebnisse nicht mehr ordentlich kündbar.
  • Mitglieder des Wahlvorstandes sind bis zu sechs Monate nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse nicht mehr ordentlich kündbar. Des Weiteren ist die außerordentliche Kündigung nur möglich, wenn der Betriebsrat nach § 103 BetrVG zustimmt oder die Zustimmung durch das Arbeitsgericht ersetzt wird.
  • Wahlbewerber sind ab dem Zeitpunkt der Aufstellung bis zu sechs Monate nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse nicht mehr ordentlich kündbar. Die außerordentliche Kündigung ist nur möglich, wenn der Betriebsrat nach § 103 BetrVG zustimmt oder die Zustimmung durch das Arbeitsgericht ersetzt wird.
  • Ehemalige Betriebsratsmitglieder sind bis zu einem Jahr nach der Amtszeit nicht ordentlich kündbar.

Pflichten des Arbeitgebers bei der Betriebsratswahl 2022

Zunächst muss der Arbeitgeber dem Wahlvorstand alle Auskünfte und Unterlagen bereitstellen, die er benötigt um die Wählerliste zu erstellen. Sollten bis zum Tag der Wahl weitere Wahlberechtigte in den Betrieb eintreten (bzw. ausscheiden) muss der Arbeitgeber auch hierüber informieren. Gleiches gilt für personelle Veränderungen, welche Auswirkungen auf die Wählerliste haben.

Des Weiteren muss der Arbeitgeber nach § 20 Abs. 3 BetrVG die Kosten der Wahl tragen. Hiermit ist unter anderem gemeint, dass der Arbeitgeber die benötigten Räume zur Verfügung stellen muss, Büromaterial und Gesetzestexte bereitstellt sowie die Kosten einer angemessen Schulung für den Wahlvorstand trägt.

Insbesondere der Arbeitgeber darf die Ausübung des Wahlrechts unter keinen Umständen behindern, beschränken oder beeinflussen. Bei Zuwiderhandlung kann es nicht nur zur Wahlanfechtung kommen, sondern kann dieser mit einer Geld- und Freiheitsstrafe bestraft werden (§ 119 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG).

Vollständige Gesetze und Arbeitshilfen zur Betriebsratswahl 2022

Wir hoffen, dass Dir unser Artikel zur Betriebsratswahl 2022 als Zusammenfassung für Arbeitgeber geholfen hat. Die aktuellen Arbeitsgesetze mit den wichtigsten Bestimmungen zum Arbeitsverhältnis, Kündigungsrecht, Arbeitsschutzrecht, Berufsbildungsrecht, usw. findest Du auf Amazon: Arbeitsgesetze (ArbG) von von Beck-Texte*

Vollständige Arbeitshilfen zu den einzelnen Wahlverfahren findest Du folgend: Betriebsratswahl 2022*

Hier geht es zum vollständigen Gesetz im Internet: Betriebsverfassungsgesetz

Hier geht es zur Kategorie: Arbeitsrecht
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!Disclaimer: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Bitte beachte, dass es sich bei dem aufgeführten Text nur um eine Zusammenfassung zur Betriebsratswahl 2022 für Arbeitgeber handelt. Wir übernehmen für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit dieses Textes und Inhalts keine Haftung!

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Urlaubsplanung 2022. Wer hat in den Schulferien Vorrang?

Vorrang Urlaub Schulferien

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub und jedes Jahr stellt sich bei der Urlaubsplanung erneut die Frage, welche Mitarbeiter Vorrang haben? Gerade in den Schulferien überschneiden sich häufig die Urlaubswünsche der Mitarbeiter. Wie der Arbeitgeber nun entscheiden muss, erfährst Du in diesem Artikel.

Grundsätzlich gibt es keine Vorschrift, dass nur Mitarbeiter mit Kindern in den Schulferien Urlaub nehmen dürfen. Wenn mehrere Mitarbeiter gleichzeitig Urlaub nehmen wollen – während der Schulferien etwa – der Arbeitgeber aber nicht allen gleichzeitig frei geben kann, findet eine Interessenabwägung statt. Der Arbeitgeber muss also anhand von „sozialen Gesichtspunkten“ eine Entscheidung treffen welche Mitarbeiter Vorrang haben. Das ergibt sich aus § 7 Abs. 1 S. 1 BUrlG. Hier heißt es:

„Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen.“

Im Regelfall versuchen sich die Mitarbeiter untereinander abzustimmen, welche Kollegen Vorrang haben. Wenn sich die Kollegen aber nicht einigen können, muss der Arbeitgeber für eine gerechte Verteilung sorgen. Hierfür könnten unter anderem folgende Punkte in die Entscheidung mit einfließen:

  • Alter
  • Dauer der Betriebszugehörigkeit
  • Zahl und Schulpflicht der Kinder
  • Berufstätigkeit des Ehegatten
  • Krankheit des Mitarbeiters
  • usw.

Wenn ein Mitarbeiter die Entscheidung des Arbeitgebers nicht akzeptieren will, kann er die Angelegenheit auch gerichtlich klären lassen. Das Arbeitsgericht würde dann festlegen, wer Vorrang auf Urlaub (zum Beispiel in den Schulferien) hat. Allerdings sollte man sich zugunsten des Betriebsklimas genau überlegen, ob man die Frage nicht doch innerhalb der Kollegen klären kann.

Noch mehr Artikel zum Thema Arbeitsrecht findest Du in der Kategorie Arbeitsrecht

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Die Normenpyramide im Arbeitsrecht

Das Bild zeigt die Normenpyramide im Arbeitsrecht. (inkl. Günstigkeitsprinzip & Rangfolgeprinzip)

In diesem Beitrag wird die Normenpyramide im Arbeitsrecht einfach und verständlich erklärt. Zusätzlich geben wir euch noch eine Übersicht der einzelnen Rechtsquellen im Arbeitsrecht und gehen kurz auf das Rangfolgeprinzip sowie auf das Günstigkeitsprinzip ein. Wer den Artikel nicht lesen möchte, kann sich auch gerne das folgende Video anschauen.

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Das deutsche Arbeitsrecht ist durch eine Vielzahl von verschiedenen Rechtsquellen bestimmt. Gerade wenn ein Sachverhalt in zwei oder mehreren Normen geregelt wird, stellt sich immer die Frage, welche Norm nun ausschlaggebend ist. Hierbei gibt uns die Normenpyramide im Arbeitsrecht eine verbindliche Sortierung der verschiedenen Rechtsquellen vor. Aber gehen wir zunächst auf die verschiedenen Rechtsquellen ein, welche das deutsche Arbeitsrecht beeinflussen.

Übersicht der Rechtsquellen

Europarecht

Das EU-Recht lässt sich in „Primärrecht“ und „Sekundärrecht“ unterteilen. Hierbei zählen die Verträge zum Primärrecht. Diese Verträge bilden die Grundlage der EU, damit diese aktiv werden kann.

Verordnungen, Richtlinien, Entscheidungen und Beschlüsse auf EU-Ebene leiten sich von den festgelegten Grundsätzen und Ziele dieser Verträge ab. Sie zählen zum „Sekundärrecht“.

Grundgesetz

Das Grundgesetz regelt vor allem zwei Bereiche.

  • Die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger
  • Wie der Staat organisiert ist

Bundesgesetze

Als Bundesgesetz werden diejenigen Rechtsnormen bezeichnet, die auf Bundesebene verabschiedet oder erlassen wurden.

Die wichtigsten Arbeitsgesetze sind:

– Mindestlohngesetz (MiLoG)
– Mutterschutzgesetz (MuSchG)
– Kündigungsschutzgesetz (KSchG)
– Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)
– Entgeldfortzahlungsgesetz (EntgFG)
– Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)
– Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)
– Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
– und viele mehr..

Rechtsverordnungen

Bei einer Rechtsverordnung handelt es sich um eine Rechtsnorm, welche durch ein Regierungs- oder Verwaltungsorgan erlassen wird. Ein Beispiel wäre hier die Wahlordnung, welche auch bei der Betriebsratswahl zur Anwendung kommt.

Tarifvertrag

In Deutschland ist ein Tarifvertrag ein Vertrag zwischen den jeweiligen Tarifvertragsparteien. Dies könnte zum Beispiel eine Vereinigung von Arbeitgebern, also ein Arbeitgeberverband, auf der einen Seite sein und eine Gewerkschaft auf der anderen Seite.

Betriebsvereinbarung

Eine Betriebsvereinbarung ist ein Vertrag zwischen einem Arbeitgeber und dem jeweiligem Betriebsrat. In einer Betriebsvereinbarung sind nicht nur die Rechte und Pflichten geregelt, sondern sind hier auch verbindliche Normen für alle Arbeitnehmer eines Betriebes formuliert.

Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag bildet die Grundlage der Beschäftigung. Aufgrund des Arbeitsvertrages ist der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber zur Arbeitsleistung verpflichtet. Jedoch müssen wir davon ausgehen, dass im Arbeitsvertrag meistens der Umfang und die Art der zu erbringenden Arbeit, sehr allgemein geregelt ist. Damit der Arbeitgeber die Ausführung der Arbeitsleistung konkret bestimmen kann, hat dieser ein Weisungs-, Direktions-, oder auch Leitungsrecht.


Normenpyramide im Arbeitsrecht

Normenpyramide im Arbeitrecht - Günstigkeitsprinzip - Rangfolgeprinzip - Managementstyle.de

Rangfolgeprinzip

Wie bereist eingangs erläutert, kann es im Arbeitsrecht nun vorkommen, das ein Sachverhalt in zwei oder mehreren Normen geregelt ist. Hier stellt sich nun die Frage, welche der verschiedenen Normen nun ausschlaggebend ist. Prinzipiell gilt immer die höherrangige Norm. Nach dem Rangfolgeprinzip kann eine Regelung im Arbeitsvertrag nicht gegen ein zwingendes Gesetz verstoßen, weil das Gesetz im Vergleich zum Arbeitsvertrag höherrangig ist.

Ein Beispiel: Eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag, welche eine Arbeitszeit vereinbart, die über der gesetzlich zugelassenen Grenze im Arbeitszeitgesetz liegt, ist unwirksam.

Günstigkeitsprinzip

Nun kann es in der täglichen Praxis aber vorkommen, dass der Arbeitgeber den Mitarbeiter besserstellen möchte, als es eventuell ein Gesetz vorgibt. Hierbei würde das Günstigkeitsprinzip greifen. Bei dem Günstigkeitsprinzip hat grundsätzlich das individuelle Interesse des einzelnen Arbeitnehmers, nach objektiven Kriterien, Vorrang. Es greift also die Norm, welche für den Arbeitnehmer günstiger ist.

Ein Beispiel: Im Bundesurlaubsgesetz ist ein Mindesturlaub von 24 Werktagen bei einer 6-Tage-Woche geregelt. Im Arbeitsvertrag kann aber eine für den Arbeitnehmer günstigere Regelung getroffen werden. So können sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf einen Mindesturlaub von zum Beispiel 30 Werktagen einigen.

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Zusammenfassung Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)

zusammenfassung jugendarbeitsschutzgesetz jarbschg

Hier findest Du eine kurze Zusammenfassung vom Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), welches Dir hilft einen Überblick über die wichtigsten Inhalte zu bekommen.

Definition

Kind im Sinne dieses Gesetzes ist, wer noch nicht 15 Jahre alt ist.
Jugendlicher im Sinne dieses Gesetzes ist, wer 15, aber noch nicht 18 Jahre alt ist.

Auf Jugendliche, welche der Vollzeitschulpflicht unterliegen, finden die für Kinder geltenden Vorschriften Anwendung. Die Vollzeitschulpflicht erstreckt sich auf neun oder zehn Schulbesuchsjahre (siehe Schulpflicht-Wikipedia).

Für jugendliche Arbeitnehmer, welche nicht mehr Vollschulpflichtig sind, gelten folgende Regelungen:

Arbeitszeit:

Max. Stunden pro Tag Max. Stunden pro Woche Max. Arbeitstage pro Woche
8,5 Stunden 40 Stunden 5 Arbeitstage

Notiz: Arbeitszeit = Beginn bis Ende der Beschäftigung ohne Ruhepausen.

Ruhepausen:

  • 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis sechs Stunden.
  • 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden.
  • Als Ruhepause gilt nur eine Arbeitszeitunterbrechung von mindestens 15 Minuten.

Freizeit und Nachtruhe:

  • Beschäftigung nur im Zeitraum von 06:00 – 20 Uhr
  • Nach der Beendigung der Arbeitszeit dürfen Jugendliche nicht vor Ablauf einer ununterbrochenen Freizeit von mindestens 12 Stunden beschäftigt werden.
  • Vor Berufsschultagen dürfen Jugendliche nur bis 20:00 Uhr beschäftigt werden.

Wochenend- und Feiertagsarbeit:

Am Wochenende dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden.

Ausnahme:

  • Die Beschäftigung Jugendlicher an Samstagen ist im Einzelhandel zulässig.
  • Mindestens zwei Samstage im Monat sollen beschäftigungsfrei bleiben.
  • An Sonntagen dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden.

Gesundheitliche Betreuung:

Ein Jugendlicher darf nur Beschäftigt werden wenn

  • er innerhalb der letzten vierzehn Monate von einem Arzt untersucht worden ist (Erstuntersuchung)
  • er dem Arbeitgeber diese von einem Arzt ausgestellte Bescheinigung vorlegen kann
  • er ein Jahr nach Aufnahme der Beschäftigung bescheinigt von einem Arzt nachuntersucht worden zu sein (erste Nachuntersuchung)

Berufsschule:

Berufsschule ist Arbeitszeit. Ein Berufsschultag wird mit acht Stunden (Mehr als 5 Unterrichtsstunden) und eine Berufsschulwoche mit 40 Stunden (Mind. 25 Unterrichtsstunden an mindestens fünf Tagen) als Arbeitszeit gewertet.

Prüfungen:

Der Arbeitgeber hat den Jugendlichen für die Teilnahme an Prüfungen und dem letzten Arbeitstag vor der schriftlichen Abschlussprüfung freizustellen.

Aushangpflicht (ab drei Jugendlichen)

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Aushangpflicht bezüglich der täglichen Arbeitszeit und Pausen – auf Amazon kaufen*

Vollständiges Gesetz

Die aktuellen Arbeitsgesetze mit den wichtigsten Bestimmungen zum Arbeitsverhältnis, Kündigungsrecht, Arbeitsschutzrecht, Berufsbildungsrecht, usw. findest Du auf Amazon: Arbeitsgesetze (ArbG) von von Beck-Texte*

Hier geht es zum vollständigen Gesetz im Internegt: JArbSchG

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(* = Affiliatelinks/Werbelinks)

Morgenroutine für mehr Erfolg – 8 Tipps für den perfekten Start

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Was haben Apple Chef Tim Cook, Twitter Boss Jack Dorsey, Voque Chefin Anna Wintour und General Motors CEO Mary Barra gemeinsam?

Sie alle gehören zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Führungspersönlichkeiten der Welt und sie alle stehen früh auf… Also so richtig früh. 😉

Inspiriert von dem Buch „Miracle Morning: Die Stunde, die alles verändert*“ soll es in diesem Artikel um das Geheimnis des frühen Aufstehens gehen. Wie man seine Produktivität und sein Energielevel mit seiner eigenen festen Morgenroutine steigern kann und jeden Morgen, zu aller erst, in sich selber investiert.

Der ein oder andere hat eventuell schon einmal die Regel gehört: „Bezahle dich selbst zuerst“. Eine Regel, welche aus der Finanzwelt kommt, aber auch in allen anderen Lebensbereichen seine Anwendung findet. Denn statt „Bezahle dich selbst zuerst“ könnte man auch sagen: „Investiere in dich selbst zuerst“. Und damit ist nicht unbedingt das Geld gemeint, sondern vor allem Dinge, die man für sich selber tut.. für die eigene Gesundheit.. für die eigene Entwicklung.. für den eigenen Erfolg. Und hier müssen wir uns nichts vor machen, denn neben Job, Familie und anderen Verpflichtungen, bleibt die bewusste Zeit für sich selbst meist auf der Strecke. Der Tag vergeht wie im Flug und am Ende des Tages muss man sich selber eingestehen, dass man heute nichts Besonderes erreicht hat. Man hat seinen Tagesablauf mehr oder weniger erfolgreich gemeistert, aber man hat sich persönlich nicht weiterentwickelt oder Dinge erledigt, die einen persönlich weiterbringen.

Bei dem Konzept der festen Morgenroutine geht es im Prinzip darum, sich selber zu optimieren. Der Grundgedanke ist vor allem, wenn du den Tag bereits produktiv startest, dann ist auch der Rest des Tages produktiv. Bereits in den ersten Morgenstunden solltest du die Zeit in dich selber investieren und dich aktiv mit der Planung und Umsetzung deiner Ziele auseinandersetzen. Noch bevor der größte Teil der anderen Menschen aufgestanden ist, hat man selber schon die wichtigsten Dinge erledigt und kann motiviert und erfolgreich in den Tag starten.

Aber gut.. wie sieht denn nun eine effektive Morgenroutine für mehr Erfolg aus?

1. Direkt aufstehen

Einer der größten Feinde einer festen Morgenroutine ist die Schlummertaste deines Weckers. Viele Schlafexperten sind sich einig, dass „nur noch fünf Minuten“ liegen bleiben, um wirklich ausgeschlafen zu sein, ein häufiger Trugschluss ist. Das liegt zum Teil daran, dass ihr wieder in eine Tiefschlafphase eintreten könnt, wenn ihr nur noch kurz liegen bleibt. Damit beginnt ihr aber einen Schlafzyklus, den ihr nicht mehr beenden könnt und seid damit eher angeschlagen als erholt, wenn ihr dann aufwacht. Also am besten den Wecker weit genug vom Bett aufstellen und beim ersten Klingeln direkt aufstehen.

2. Ein Glas Wasser trinken

Unser Köper besteht zu bis zu 70% aus Wasser. Wenn Du müde bist ist das meist nur ein Zeichen dafür, dass du dehydriert bist. Denn gerade während du schläfst, verlierst du eine große Menge an Flüssigkeit. Wenn Du direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser trinkst, wirkt das wie ein Boost auf deinen Stoffwechsel. Du fühlst dich gut und kannst fit in den Tag starten.

3. Stille

Den Tag mit einem Moment der Ruhe zu beginnen, ist nicht nur wohltuend, sondern stärkt auch die innere Gelassenheit. Gemeint ist echte Stille, also nicht erneute Beschallung durch Entspannungsmusik, sondern ein bewusster Moment, in dem du dir Ruhe gönnst.  Besonders gut soll hierbei das Meditieren helfen, aber auch einfach den Gedanken ganz ungezwungen freien Lauf lassen, kann schon den gewünschten Effekt bringen. Wichtig ist es hierbei, sich nicht wieder in Bett zu legen, sondern an einem ruhigen Ort einfach einmal die Ruhe zu ertragen. Die morgendliche Stille hilft dir dabei, deine mentalen Ressourcen wieder aufzufüllen und dich den Tag über besser zu konzentrieren.

4. Affirmation

Bei Affirmation geht es um positives Denken. Das Ziel dabei ist, sein Verhalten und seine Gefühle durch positives Denken dauerhaft zu beeinflussen. Diese Methode gehört zu den einfachsten und bekanntesten Methoden, wenn es darum geht, sich selber positiv zu verändern. Mit Hilfe von selbstbejahenden Sätzen geht es darum, sich aktiv einzureden, dass man erfolgreich sein wird. Wer hier noch tiefer einsteigen möchte, sollte sich das Buch: „Denke nach und werde reich*“ anschaffen.

5. Visualisierung

Beim Visualisieren geht es darum, etwas, was noch nicht existent ist, möglichst real zu machen. Wer seine Ziele erreichen will, sollte diese auch visualisieren. Die bildhafte Vorstellung der eigenen Ziele ist ein mächtiges Werkzeug, um diese schnell und zuverlässig zu erreichen.

Bei der Zielvisualisierung ist es wichtig, dass du dir ein möglichst genaues Bild davon machst, wie es ist, wenn du deine Ziele erreichst hast. Du programmierst quasi dein Unterbewusstsein darauf, was du möchtest. Bevor Du hiermit startest, solltest du dir zunächst darüber klar werden, was du überhaupt möchtest. Damit du jeden Tag, auch unbemerkt und unbewusst, mit deinen Zielen konfrontiert wirst, kannst du dir auch ein Visionboard erstellen und zu Hause aufhängen.

6. Bewegung

Verschiedene Studien belegen, dass gerade der morgendliche Sport die Fettverbrennung ankurbelt, für ein verstärktes körperliches Wohlbefinden sorgt und die Stimmung anhebt. Der frühe Sport macht den Kopf frei und trägt dazu bei, dass du aufmerksamer bist, mehr Energie hast und nachts besser schläfst. Und dabei ist jede Art von Führsport geeignet, um Körper und Geist in Schwung zu bringen. Schon 15 bis 30 Minuten Bewegung reichen völlig aus.

7. Lesen

Dass das Lesen viele positiven Auswirkungen auf Körper und Geist hat, ist mittlerweile jedem Bewusst. Jedoch fehlt auch hier meist die Zeit und es finden sich genügend Ausreden, warum das Lesen auch an diesem Tag mal wieder nicht geklappt hat. Wer sich aber bereits in den ersten Morgenstunden die Zeit zum Lesen nimmt, hat bereits sein tägliches Lese-Ziel erreicht. Hier gibt es keine Ausreden mehr und du kannst beruhigt und zufrieden in den Tag starten.

Wer regelmäßig liest, stimuliert die eigenen Gehirnzellen, trainiert seine kognitiven Fähigkeiten und verbessert seine Konzentrationsfähigkeit. Zudem fordert das Lesen die Vorstellungskraft, vermittelt neues Wissen und hilft dir zu entspannen.

8. Schreiben

Egal, ob du ein Tagebuch führst oder einfach nur deine Ideen zu Papier bringst – das Schreiben hat den Zweck, dich auf positive Dinge zu konzentrieren. Ich persönlich nutze diesen Punkt ganz gerne, um noch einmal meine Tagesplanung mit meinen langfristigen Zielen abzugleichen. Die strukturierte Planung der Tages-, Wochen- und Jahresziele ist ein elementarer Bestandteil für mehr Erfolg. Die Kunst hierbei ist es, sich auf die wichtigsten Aufgaben zu konzentrieren und sicherzustellen, dass diese erledigt werden. Ein gutes Buch zu diesem Thema ist „Eat that Frog*“ von Brian Tracy. Im Buch wird gezeigt, wie man jeden Tag bestmöglich organisiert und die wichtigsten Aufgaben effizient und effektiv bewältigt.

Fazit

Es gibt nicht die perfekte Morgenroutine, die für jeden gleich gut funktioniert und es geht auch nicht darum, die 8 Schritte genau in dieser Reinfolge zu erledigen. In dem Buch „Miracle Morning: Die Stunde, die alles verändert*“ werden dir verschiedene Hinweise für eine feste Morgenroutine gegeben. Den größten Erfolg erzielst du aber damit, dieses Wissen auf deine Person anzupassen und deine eigenen Morgenroutine festzulegen. Bau dir deine eigene feste Morgenroutine, die dich morgens motiviert, dich produktiv in den Tag starten lässt und dich zu neuen Bestleistungen antreibt.

Viel Spaß dabei.

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Bis zu 87 Prozent Kurzarbeitergeld – Koalition verständigt sich auf stufenweise Erhöhung

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Bis zu 87 Prozent Kurzarbeitergeld – Koalition verständigt sich auf stufenweise Erhöhung

Um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise abzuschwächen beschlossen die Spitzen von Union und SPD ein neues Milliardenpaket. Die Koalition hat sich auf eine stufenweise Erhöhung vom Kurzarbeitergeld geeinigt. Damit bekommen Beschäftigte nun mehr Geld, wenn die Kurzarbeit eine bestimmte Dauer überschreitet.

Bisher beträgt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent (bzw. 67 Prozent mit Kindern) des ausgefallenen Nettoentgelts. Dies soll sich nun ändern. Bei dem Treffen des Koalitionsausschusses am 23. April 2020 wurde eine stufenweise Anhebung des Kurzarbeitergeldes ab dem 4. Monat beschlossen.

Die neue Höhe vom Kurzarbeitergeld im Überblick:

  • 1. bis 3. Monat = 60 % (Beschäftigte mit Kinder – 67 %) des ausgefallenen Nettoentgelts
  • Ab dem 4. Monat = 70 % (Beschäftigte mit Kinder – 77 %) des ausgefallenen Nettoentgelts
  • Ab dem 7. Monat = 80 % (Beschäftigte mit Kinder – 87 %) des ausgefallenen Nettoentgelts

Die neue Regelung ist befristet bis zum 31. Dezember 2020. Zusätzlich besteht ab dem 1. Mai 2020 für alle Berufe eine „Hinzuverdienstmöglichkeit“, begrenzt auf das bisherige volle Monatseinkommen.


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Entschädigung für Eltern – Kinderbetreuung bei Kita- und Schulschließung

Kinderbetreuung Entschädigung Corona

Entschädigung für Eltern – Kinderbetreuung bei Kita- und Schulschließung

Mit Wirkung zum 30 März 2020 wurde eine neue Entschädigungszahlung für Eltern und Pflegeeltern eingeführt, die wegen der behördlich angeordneten Kita- oder Schulschließung vorübergehend nicht ihrer Tätigkeit nachgehen können, um die Kinderbetreuung sicherzustellen.

In diesem Artikel informieren wir Dich über die neue Gesetzesänderung im Infektionsschutzgesetz und welche Möglichkeiten Sorgeberechtigte nun haben.



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Die angeordnete Kita- und Schulschließung stellt viele Eltern vor enormen Problemen. So ist in den meisten Bundesländern zwar für eine Notbetreuung gesorgt, jedoch dürfen hiervon nur Eltern gebrauch machen, die in der „kritischen Infrastruktur“ arbeiten. Zwar lässt sich bereits eine erste Lockerung dieser Zugangsbeschränkung erkennen, jedoch fehlt es hier an einer bundesweit einheitlichen Regelung.

Also was tun, wenn man keinen Notbetreuungsplatz bekommt und seine Kinder selber betreuen muss?

Sofern es keine anderen Möglichkeiten gibt, der Arbeit vorübergehend bezahlt fernzubleiben, zum Beispiel durch den Abbau von Überstunden und man auch im Freundes- und Familienkreis keine zumutbare Betreuungsmöglichkeit hat, kommt die Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz zum Tragen.

Die Entschädigung in Höhe von bis zu 67 Prozent des Nettoeinkommens wird für bis zu sechs Wochen gezahlt und ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt. Die Auszahlung erfolgt über den Arbeitgeber. Dieser kann sich den Betrag bei der zuständigen Landesbehörde erstatten lassen.

Folgend findest Du die häufigsten Fragen. 

Ab wann gilt die neue Regelung?

Die Regelung gilt seit dem 30. März 2020 und bleibt bis zum 31. Dezember 2020 in Kraft.

Wer bekommt die Entschädigung?

Sorgeberechtigte Arbeitnehmer (also Eltern und Pflegeeltern) die wegen der behördlich angeordneten Kita- und Schulschließung keine anderweitigen zumutbaren Betreuungsmöglichkeiten haben und deswegen einen Verdienstausfall erleiden würden.

Was ist eine zumutbare Betreuungsmöglichkeit?

Antragsteller müssen gegenüber der Behörde und dem Arbeitgeber belegen, dass die Kinderbetreuung innerhalb der Familie oder im Freundeskreis nicht möglich ist. Personen, die den Risikogruppen angehören – also etwa die Großeltern – sind hiervon ausgenommen, sie gelten nicht als „zumutbare Betreuung“.

Wie hoch ist die Entschädigungszahlung?

Die Entschädigung beträgt bis zu 67 Prozent vom Nettoeinkommen wird für bis zu sechs Wochen gezahlt. Der monatliche Höchstbetrag ist auf 2.016 Euro begrenzt.

Bis zu welchem Kindesalter wird gezahlt?

Anspruch besteht nur für sorgeberechtigte Arbeitnehmer, wenn das Kind jünger als 12 Jahre alt ist. Ausnahmen gelten für Kinder mit Behinderung, welche auf Hilfe angewiesen sind.

Es besteht kein Anspruch, wenn:

  • grundsätzlich arbeiten im Homeoffice möglich ist. (Einzelfallentscheidung)
  • Zeitguthaben genommen werden kann.
  • ein Anspruch auf Notbetreuung besteht.
  • andere Leistungen bezogen werden. (zum Beispiel: Entgeltfortzahlung, Kinderkrankengeld, usw.)
  • die Einrichtung wegen der Schulferien ohnehin geschlossen wäre.

Wie wird die Entschädigungszahlung beantragt?

Der Antrag wird über den Arbeitgeber gestellt. Für die Entgegennahme und Abwicklung der Anträge sind die Behörden der Länder zuständig. Der Arbeitgeber hat die Entschädigung an den Mitarbeiter auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet (§ 56 Abs. 5 IfSG).

Um welches Gesetz handelt es sich:

Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG)
§ 56 Entschädigung
– Hier geht es zum vollständigen Gesetz




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Was sind P2P Kredite? Peer-to-Peer Lending einfach erklärt.

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Was sind P2P Kredite? Peer-to-Peer Lending einfach erklärt.

P2P kommt aus dem englischen und ist die Abkürzung für Peer- to-Peer. Frei übersetzt bedeutet dies: von Privatperson zu Privatperson. Damit sind P2P Kredite auch schon schnell erklärt. P2P Kredite sind Kredite von einer Privatperson an eine andere Privatperson. Diese Art der Kreditfinanzierung ist 2005 in England entstanden und in den letzten Jahren extrem gewachsen. Mittlerweile gibt es mehrere hundert Anbieter weltweit für P2P Kredite.

Wer sich in das Thema P2P Kredite einlesen möchte, sollte sich einmal den Ratgeber von den beiden Online-Unternehmern Kolja Barghoorn und Lars Wrobbel anschauen. Die beiden Privat-Investoren haben sich vor Jahren in den P2P-Dschungel geworfen und berichten in Ihrem Ratgeber von Ihren Erfahrungen, um neuen Investoren den Start in P2P Krediten zu erleichtern.

Hier geht es zum Ratgeber: Investieren in P2P Kredite: Was man wissen sollte, wie man Fehler vermeidet und erfolgreich investiert*

Folgend zwei bekannte Anbieter, in welche deutschen Anleger investieren können:

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Die P2P-Kredit-Plattform von Mintos wurde 2015 gegründet. Die Kredite, in welche ihr bei Mintos investieren könnt, sind bereits vorfinanzierte Kredite. Das bedeutet, dass der Kreditvertrag bereits besteht. Hierbei bieten Kreditvermittler ihre Kredite auf Mintos an und ermöglichen es so, Teile der Kredite als Investment zu kaufen. Besonders zeichnet sich die Plattform durch einige innovative Funktionen aus. So ist es bei Mintos zum Beispiel möglich, in Kredite mit „Rückkaufgarantie“ zu investieren. Jedoch sollte hierbei beachtet werden, dass die Rückkaufgarantie nicht von der P2P-Plattform selbst angeboten wird, sondern von den Kreditvermittlern.

Hier geht es zu Mintos >> Zum Anbieter*

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Die P2P-Kredit-Plattform von Bondora wurde 2009 gegründet und ermöglicht es privaten Anlegern in Kreditprojekten aus Estland, Spanien und Finnland zu investieren. Laut der Internetseite von Bondora verdienen 50 Prozent der Investoren mehr als 9 Prozent jährlich. Bondora zeichnet sich vor allem durch seine Transparenz aus. Ihr könnt euch die gesamten Kontobewegungen sowie alle Details zu den entsprechenden Darlehen, seit Firmengründung anschauen und analysieren.

Hier geht es zu Bondora (inkl. 5€ Bonus) >> Zum Anbieter*

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Zusammenfassung Kündigungsschutzgesetz (KSchG)

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Zusammenfassung Kündigungsschutzgesetz (KSchG)

Hier findest Du eine kurze Zusammenfassung vom Kündigungsschutzgesetz (KSchG), welches Dir hilft einen Überblick über die wichtigsten Inhalte zu bekommen.

Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) ist ein Gesetz welches die im Zivilrecht grundsätzlich bestehende Kündigungsfreiheit von Verträgen zugunsten des Arbeitnehmers beschränkt. So regelt das Kündigungsschutzgesetz (KSchH) unter welchen Voraussetzungen eine Kündigung unwirksam ist und was der Arbeitnehmer gegen eine eventuelle Entlassung unternehmen kann.

Kündigungsschutz

  • Nach einer ununterbrochenen Betriebszugehörigkeit von mehr als 6 Monaten greift das Kündigungsschutzgesetz für Arbeitnehmer (mehr als 10 Arbeitnehmer)
  • In den ersten 6 Monaten ist eine Kündigung, unter Einhaltung der jeweiligen Kündigungsfrist, ohne sozialgerechtfertigten Grund möglich, danach muss die Kündigung sozial gerechtfertigt sein
  • Sozial gerechtfertigt ist die Kündigung, wenn ein Grund vorliegt. Mögliche Gründe sind
    • Gründe in der Person der Arbeitnehmers
    • Gründe in dem Verhalten des Arbeitnehmers
    • Kündigung aus betriebsbedingten Gründen

Abfindung bei betriebsbedingten Kündigungen

  • Kündigt der Arbeitgeber wegen dringenden betrieblichen Erfordernissen, besteht der Anspruch auf Abfindung
  • Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr der Beschäftigung

Anrufung des Arbeitsgerichtes

  • Will der Arbeitgeber geltend machen, dass die Kündigung rechtunwirksam ist, so muss er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung Klage beim Arbeitsgericht erheben.

Auflösung des Arbeitsverhältnisses

  • Stellt das Gericht fest, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist, ist jedoch dem Arbeitnehmer die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zuzumuten, so hat das Gericht auf Antrag des Arbeitnehmers das Arbeitsverhältnis auszulösen und dem Arbeitgeber zur Zahlung einer angemessenen Abfindung zu verurteilen.

Kündigungsschutz im Rahmen der Betriebsverfassung

  • Die Kündigung eines Betriebsrats, einer Jugend- oder Auszubildendenvertretung ist unzulässig, es sei denn, dass Tatsachen vorliegen, die den Arbeitgeber zur Kündigung aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist berechtigen
  • Zusätzlich muss die erforderliche Zustimmung nach §103 des Betriebsverfassungsgesetz oder der entsprechende Ersatz durch einen gerichtlichen Beschluss vorliegen

Vollständiges Kündigungsschutzgesetz (KSchG)

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Hier geht es zum zum vollständigen Gesetz im Internet: Kündigungsschutzgesetz (KSchG)

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!Disclaimer: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Bitte beachte, dass es sich bei dem aufgeführten Text nur um eine Zusammenfassung vom Kündigungsschutzgesetz (KSchG) handelt. Wir übernehmen für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit dieses Textes und Inhalts keine Haftung!

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Was bedeutet die Abkürzung KSchG?

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Was bedeutet die Abkürzung KSchG?

Die Abkürzung KSchG bedeutet ausgeschrieben Kündigungsschutzgesetz und ist ein Gesetz welches die im Zivilrecht grundsätzlich bestehende Kündigungsfreiheit von Verträgen zugunsten des Arbeitnehmers beschränkt.

So regelt das Kündigungsschutzgesetz (KSchH) unter welchen Voraussetzungen eine Kündigung unwirksam ist und was der Arbeitnehmer gegen eine eventuelle Entlassung unternehmen kann.

Zusammenfassung

Eine kurze Zusammenfassung zum Kündigungsschutzgesetz (KSchG), mit den wichtigsten Regelungen, findest Du unter folgendem Link: Zusammenfassung Kündigungsschutzgesetz (KSchG)

Vollständiges Gesetz

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